Bahnhof Neukirch (Lausitz) West, 344 m ü. NN (km 23,365 BS);(km 00,00 NnB)


eröffnet für Güterverkehr am 01.09.1877 als Ladestelle Nieder-Neukirch
eröffnet für Personenverkehr am 15.08.1879 als Haltestelle Nieder-Neukirch
Name: ab 1888 Niederneukirch (Laus), am 01.07.1926 in Neukirch (Laus) West, am 08.09.1934 in Neukirch (Lausitz) West
am 01.05.1905 zum Bahnhof erhoben.
Am 26.11.2006 Inbetriebnahme als ferngesteuerte Betriebsstelle ESTW-A DNKW mit Steuerung durch özF Bischofswerda in der Betriebszentrale Leipzig
Bezeichnung nach DS 100: DNKW (DR: Nch)

Gleisplan der Haltestelle Niederneukirch (Laus)

Gleisplan der Haltestelle Niederneukirch (Laus) von Juni 1898.

schematischer Gleisplan des Bahnhofs Neukirch (Lausitz) West

schematischer Gleisplan des Bahnhofs Neukirch (Lausitz) West) von März 1959.

Die Haltestelle und der spätere Bahnhof Niederneukirch beherbergte auf relativ engem Raum eine ansehnliche Anzahl an Haupt- und Nebengleisen. Auf westlicher Seite fürten die eingleisigen Strecken von Neustadt (BS-Linie, einst 2-gleisig) und Bischofswerda (NnB-Linie) heran.
Diese mündeten im Bahnhof in 3 Hauptgleise, von denen das Gleis 1 einen Bahnsteig am Empfangsgebäude und die Gleise 2 und 3 je einen Inselbahnsteig besaßen. Die 3 Hauptgleise mündeten auf östlicher Seite dann in die zweigleisige Strecke nach Oberneukirch (Neukirch (Lausitz) Ost).
Neben dem Gleis 3 lagen die Nebengleise 4 (Abstell- und Umfahrgleis) und 5 (Lade- und Umfahrgleis), die an beiden Enden mit den Hauptgleisen verbunden waren. Am Gleis 5 befanden sich eine Ladestraße und eine Seitenladerampe. Ferner gab es zu beiden Seiten des Gleis 5 je ein Stumpfgleis. Davon befanden sich auf Gleis 5 Ost eine Ladelehre und eine Gleiswaage. Auf Gleis 5 West stand sich ein Überladekran und es gab eine Privatniederlage.
Ferner gelange man westlich aus den Gleisen 3 und 4 zur Drehscheibe, bergwärts an Gleis 4a war ein Güterboden mit Laderampe an der Giebelseite vorhanden. An diese Rampe führte ein schmalspuriges Transportgleis aus dem Dampfsägewerk von Strupp heran.
An der 12m-Drehscheibe wurde später ein kleiner Lokschuppen errichtet.
Das Verbindungsgleis 3a (von Gleis 3 zur Drehscheibe) war mit einer Gleissperre versehen, die als Flankenschutz für Zugfahrten auf den Hauptgleisen diente. Ebenso dienten diesen Zweck durch entsprechende Weichenstellungen die Weichen 9 und 6 in Gleis 4.
Anfangs gab es nur den Fahrdienstleiter / Weichenwärter auf dem Stellwerksgebäude auf der westlichen Bahnhofsseite - der späteren W3, sowie einen Weichenwärter in einer kleinen Kaue auf östlicher Bahnhofsseite. Alle Haupt- und Vorsignale wurden vom Fahrdienstleiter gezogen. Auch das aus Richtung Oberneukirch. Ebenso bediente er alle Weichen der Hauptgleise auf westlicher Seite, auch die in Gleis 4. Dies legt die Vermutung nahe, dass auch Zugfahrten von Neustadt in und aus Gleis 4 von und nach Neustadt möglich waren.

Das Einfahrsignal von Neustadt her befand sich in km 23,9 BS, das Vorsignal in km 24,4. das Einfahrsignal von Bischofswerda in km 0,44 NnB, das Vorsignal in km 0,94. Von Oberneukirch her stand das Einfahrsignal in km 22,9 BS, das Vorsignal in km 22,5.
Die Ausfahrsignale geben auch hier ein Rätsel auf! Denn es gibt derer nur 2, die eines zwischen den Gleisen 1 und 2 und eines zwischen den Gleisen 2 und 3 stehen. Die Beziehung zu Gleis und / oder Richtung ist hier nicht ersichtlich.
Solches habe ich auch auf anderen alten Plänen bis nach 1905 gesehen, da gibt es nur 1 Ausfahrsignal in der Mitte des Bahnhofs am Gleis, was wohl für den eben dort befindlichen Zug zu gelten schien, gleich, wie herum er abfahren soll....
Erst mit dem späteren Sächsischen Bahnhofsblock bekommen die Gleise ihre Ausfahrsignale dort hin gestellt, wo sie auch heute plaziert sind.
Wer hier detaillierte Kenntnisse hat, den bitte ich, mir das mal zu erklären.

Ebenfalls erst mit dem späteren Umbau des Sicherungssystems auf den sog. Sächsischen Bahnhofsblock fand der Fahrdienstleiter seinen Arbeitsplatz im Empfangsgebäude und erhielt die Bezeichnung B2. Das östliche Wärterhäuschen muss demnach W1 gewesen sein, das westliche Stellwerksgebäude wurde zu W3.

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letzte Bearbeitung am 06.07.2019